Das Internet ist ein virtueller Raum. Alles ist echt oder auch nicht. Es gibt keine Überprüfung der ins Netz gestellten Inhalte auf „Wahrheit“. Welche Möglichkeiten haben Eltern also, ihre Kinder auf den – möglichst - sicheren Umgang mit den neuen Medien vorzubereiten?
Sicheres Internet: Tipps für Eltern
1. Schließen Sie mit Ihren Kindern ein Internetabkommen
Schließen Sie mit Ihren Kindern ein „Internetabkommen“ – ein Beispiel dafür finden Sie als Download auf unserer Homepage - in dem Sie die Zeiten, die geeigneten Seiten und die „Verhaltensregeln“ festlegen.
Internetabkommen als Download hier (PDF 24 KB)
2. Standort, Software, Konten einrichten
Platzieren Sie den Computer im „öffentlichen“ Raum Ihrer Wohnung. Ein Computer im eigenen Zimmer Ihres Kindes ist keine gute Idee.
- Internet Konten (accounts) sollten auf den Namen der Eltern laufen, damit Sie den Zugang und die Passwörter kontrollieren können.
- Richten Sie für Ihr Kind ein eigenes Konto ein, in dem Sie die Möglichkeit des Downloads begrenzen.
- Informieren Sie sich über „Sicherheitssoftware, die das Benutzen der Webseiten für Ihr Kind begrenzt (z.B. bei www.internetfilterplus.de).
- Besuchen Sie mit Ihrem Kind kindgerechte Webseiten und Suchmaschinen (www.blinde-kuh.de; www.fragfinn.de ) und treffen Sie zusammen eine Auswahl.
3. Auftritt und Verhaltensregeln im Internet
- Wenn Ihr Kind eine eigene Homepage einrichten möchte, besprechen Sie die Art und Weise, wie sich Ihre Tochter oder Ihr Sohn darstellt.
- Überlegen Sie gemeinsam, wie sinnvoll es ist, ein Bild ins Internet zu stellen. Einmal ins Netz gestellte Bilder können von jedermann kopiert und bearbeitet werden. Es gibt Täter, die gezielt nach Kinderphotos suchen, um diese dann auf bereits vorhandene kinderpornografische Darstellungen zu kopieren. Sie haben keinerlei Kontrolle über ein Bild, welches einmal im Netz steht. (Dies ist auch zu bedenken, wenn Sie die Zustimmung zur Veröffentlichung eines Bildes Ihres Kindes im Rahmen von Freizeit- oder Schulaktivitäten geben sollen.)
- Besprechen Sie, welche persönlichen Informationen Ihr Kind im Internet weitergeben darf.
- Wählen Sie mit Ihrem Kind sichere und moderierte Chatrooms und besprechen Sie die Sicherheitsregeln.
- Besprechen Sie mit Ihrem Sohn/Ihrer Tochter, wie er/sie sich verhalten kann, wenn er/sie unangenehme Dinge im Internet erlebt.
- Zeigen Sie ihm/ihr, wie er/sie den Monitor ausschalten kann, wenn er/sie Bilder sieht, die ihn/sie unangenehm berührt. Lassen Sie sich diese Bilder zeigen und setzen Sie sich ggf. mit der örtlichen Polizei in Verbindung.
- Wenn Sie „Stalking“ oder sexuelle Ausbeutung eines Kindes vermuten, schalten Sie die Polizei ein.
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