Proaktiver Umgang mit dem Thema "(sexuelle) Gewalt in Institutionen am Beispiel der stationären Jugendhilfe
Selbst bei erwiesener sexueller Ausbeutung von Mädchen und Jungen durch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus Institutionen, fühlten sich die betroffenen Einrichtungen in der Vergangenheit eher dem eigenen Ruf verpflichtet als dem Wohl der Opfer. In den meisten Fällen wurde versucht, die Angelegenheit „diskret“ zu lösen – z.B. durch "ein klärendes“ Gespräch zwischen Täter und Opfer. Oder aber Täter wurden z.B. "aus Krankheitsgründen in den vorzeitigen Ruhestand versetzt" bzw. einer anderen Dienststelle zugewiesen – ohne Rücksicht auf potentielle weitere Opfer. Es galt das Credo: Der Ruf der eigenen Institution dürfe nicht beschädigt werden.
Erst langsam setzt sich die Erkenntnis durch, dass eine Einrichtung ihren guten Ruf genau dann schützt, wenn sie sich mit der Problematik sexueller Übergriffe in den eigenen Reihen proaktiv und klar auseinandersetzt... Mehr hier (PDF 1,3 MB)