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Sexueller Missbrauch ist schwer zu erkennen

In 2006 war es vor allem ein Anliegen den Bekanntheitsgrad von N.I.N.A. zu erhöhen sowie eine Sicherstellung dieses wichtigen Beratungsangebots zu erreichen.

Zur Umsetzung dieses Ziels waren und sind wir stets auf der Suche nach Sponsoren, denn die Statistik beweist, wie notwendig dieses Hilfsangebot ist. Vor allem die Möglichkeit über die N.I.N.A. Homepage per Email Kontakt aufzunehmen wird zunehmend genutzt, so dass immer mehr Fälle schriftlich eingehen.

Im Durchschnitt wird monatlich ca. 1.500mal auf die N.I.N.A. Seite zugegriffen. Aber auch per Telefon melden sich die Ratsuchenden nach wie vor kontinuierlich (etwa 100 Fälle im Monat). In aller Regel gelingt es den N.I.N.A. Mitarbeiterinnen die Fälle zunächst zu „sortieren“, um die Anrufer dann Dank eines großen Adressennetzwerks an Therapieeinrichtungen oder Beratungsstellen in deren Nähe zu vermitteln.

In 2006 begann zudem eine bundesweite Postkarten Kampagne (gesponsert von der Werbeagentur Boomerang, Hamburg) in der über den Zeitraum von 12 Monaten sechs Millionen Postkarten mit dem Hinweis auf N.I.N.A. verteilt werden, um so die Öffentlichkeit noch weitreichender über dieses wichtige Hilfsangebot informieren zu können. Diese Aktion erwies sich als voller Erfolg.

Seit Ende Juni 2006 verdoppelte sich die Zahl der Anrufe und Mails bei N.I.N.A. im Vergleich zu den vorangegangenen Monaten. Der übliche Rückgang der Anfragen in den Sommermonaten wie bei anderen Hilfsangeboten blieb aus. Dieser sprunghafte Anstieg Ende Juni hat gezeigt, dass sexueller Missbrauch an Mädchen und Jungen nach wie vor ein Tabuthema zu sein scheint.

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieser rundum gelungene Start spiegelte sich gleichermaßen in durchweg positiven Rückmeldung an N.I.N.A. wider. Die anrufenden Mütter und Väter waren von der Auswahl der Motive und deren Darstellung begeistert. Auch zahlreiche Professionelle aus den Bereichen Medizin, Justiz und Pädagogik waren sehr angetan und bestellten regelmäßig größere Mengen der monatlich wechselnden Postkartenmotive, um sie in ihren Schulen, Kindergärten, Polizeistationen, medizinischen und therapeutischen Praxen, Behörden sowie Fachberatungsstellen auszulegen.

Besonders zahlreiche Rückmeldungen erfolgten aufgrund der Spenden-postkarte. Die zweite Postkarte ist in Form einer Klappkarte mit zusätzlichen Informationen über N.I.N.A. und separatem Spendenaufruf gestaltet: Neben einigen kleinen Spendenzusagen haben viele Interessierte die Klappkarte genutzt, um Informationsmaterialien über das Angebot von N.I.N.A. und die Thematik der sexuellen Gewalt gegen Mädchen und Jungen anzufordern.

Stand Dezember 2006

Eine weitere Postkarte: Jährlich gibt es 82.000 neue Fälle sexuellen Missbrauchs an Mädchen und Jungen in Deutschland.

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