Das neue Angebot von N.I.N.A.
Miese Anmache, Missbrauch privater Daten und Fotos, Cybermobbing, ungewollte Zusendung von Pornos, Gewalt übers Handy oder andere sexuelle Übergriffe... Viele Jugendliche, die im Netz unterwegs sind, haben das erlebt!
Save-me-online bietet professionelle und kostenlose Beratung an, bei der Du anonym bleiben kannst.
Das Internet soll Spaß machen! Wenn der Spaß aufhört, hast Du ein Recht darauf, Hilfe zu suchen. Das gilt auch, wenn jemand Dich unter Druck setzt.
Wende Dich an save-me-online, auch wenn Du nicht sicher bist, ob Du mit Deinem Anliegen hier richtig bist. Save-me-online nimmt Dich ernst und sucht gemeinsam mit Dir nach Auswegen: www.save-me-online.de
Dieses Projekt von N.I.N.A. wird gefördert von der World Childhood Foundation Deutschland.
Ein erster Überblick
Schon die ersten Wochen nach Freischaltung von save-me-online zeigen, wie wichtig dieses Angebot ist und dass es längst überfällig war. Seit dem 1.10.2010 gingen 312 Anfragen von Jugendlichen bei der Chat- und Onlineberatungsstelle ein.
Über www.save-me-online.de erhalten Kinder und Jugendliche, die im Internet sexuelle Belästigung erleben, Beratung und Hilfe durch ein psychologisch und sozialpädagogisch geschultes Team
Etwa zwei Drittel der Anfragen kommen von Mädchen, der kleinere Teil von Jungen. Anlass, sich an save-me-online zu wenden, ist für fast zwei Drittel sexuelle Anmache im Internet (72%). Fast immer wurden eindeutige sexuelle Angebote gemacht und nach Fotos gefragt. Erschreckend häufig geht es darum, Treffen in die reale Welt zu verlegen. Hier sind es vor allem Mädchen, die nicht wissen, wie sie sich verhalten sollen, sich unter Druck gesetzt fühlen und deshalb Rat suchen.
15 % wurden zu sexuellen Handlung vor der Kamera aufgefordert und 7 % berichten von sexuellen Gewalterlebnissen in der realen Welt, wobei die Kontakte im Internet angebahnt wurden. In 4 % der Fälle wurde pornografisches Material zugesandt und 2 % erlebten (sexualisiertes) Cybermobbing, beispielsweise wurden Fotos gegen den Willen der Mädchen in unüberschaubare Verteiler gemailt und damit ihrer Kontrolle entzogen.
Viele Kinder und Jugendliche geben mit großer Sorglosigkeit persönliche Daten preis. Hier bietet save-me-online, Orientierung zur eigenen Sicherheit und gibt Chat-Regeln an die Hand, die den Jugendlichen größtmögliche Kontrolle lässt.
Es gilt nicht Angst vor dem Internet zu schüren. Stattdessen wird vermittelt, wie Mädchen und Jungen sich im Internet bewegen, Risken erkennen und bei Bedarf zum eigenen Schutz handeln können mit dem Ziel, die spannenden Seiten zu genießen.
Es wenden sich außerdem unterstützende Angehörige und besorgte Eltern an save-me-online, die mit Erstinformation versorgt werden. Auch hier fehlt großenteils eine sicherheitssensibler Umgang und ein Regelwerk für den Umgang mit dem Internet im Familienalltag. Zur weiteren Beratung werden Eltern dann an die Nationale Infoline von N.I.N.A. weitervermittelt, in deren Aufgabenspektrum die Beratung von Erwachsenen fällt.
Kiel, 16. November 2010
