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Der Maler

Schon vor zwei Jahren kam Stephanie zu Guttenberg auf mich zu, ob ich nicht Lust hätte als Maler an einer der Kunstwochen von Innocence in Danger teilzunehmen. Nach einiger Bedenkzeit begab ich mich dann im Sommer 2009 auf die Hohenzollernburg.

Zwar hatte ich durchaus Erfahrung im Umgang mit Kindern, allerdings war es das erste Mal ein Zusammenarbeiten mit traumatisierten Jungen und Mädchen sowie ihren Müttern. Um ganz ehrlich zu sein, vor allem der Umgangston war für mich in den ersten zwei Tagen nicht gerade einfach. Wie kann ich die Kinder, die entweder total verschlossen oder aber recht aggressiv reagierten erreichen?

Nun, die ersten Tage hatte ich so einiges zu lernen, aber mit jedem Tag ging es ein Stück voran.

Es war eine wirklich sehr anstrengende, aber auch sehr erfüllte Woche. Ungewöhnlich für mich war auch der Jugendherbergscharakter, sieben Tage keinen eigenen Rückzugsraum zu haben. Aber gerade diese Nähe der Mitarbeiter, der Kinder und ihrer Mütter ist eine ganz wesentliche Grundlage für den Erfolg solch einer Kunstwoche.

Auch ein Lob für die Auswahl des Teams, alle ein klein wenig neben der Normalspur, aber mit offenen Herzen und großem Engagement. Jeder war bereit viel zu geben, alle haben wir viel zurückbekommen.

Schari Scharein, Maler, Berlin (www.scharein.de)

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Der Musiker

Um ehrlich zu sein war ich etwas skeptisch und bestimmt aufgeregter als die teilnehmenden Kinder und ihre Eltern. Wie sollte die Woche genau verlaufen? Klar hatten wir/ich uns was überlegt, aber würde das alles so funktionieren? 

Bekommen wir am Ende wirklich zusammen ein Ergebnis hin, das uns allen gleichermaßen gefällt und entspricht? Oder müssen wir alles wieder über den Haufen werfen, wenn sich nach dem ersten Tag herausstellt, dass das Geplante doch eine... naja ...doofe Idee war!?

Diese Gedanken verschwanden schnell. Wir waren "einfach" dort. Wir konnten "einfach" sein. Haben hart gearbeitet - ohne es zu merken. Ein Rad griff ins andere und es entstand... "einfach".

Für mich ist das die herausragende Erkenntnis dieser Woche und der bedeutende Unterschied zu anderen Projekten dieser Art.

Es ist nicht so als ob nichts geplant wäre. Dadurch aber, dass man einem kreativen Prozess niemals Zügel anlegen darf arbeitet man in einer doch irgendwie verantwortungsvollen Position  "einfach mal ins blaue".

Also eigentlich wie sonst auch.

Aber in einer ungewohnten Umgebung, unter ungewohnten Vorraussetzungen, mit zu wenig Zeit und dennoch einem gewissen Anspruch hätte ich eines nicht so erwartet  (und ich denke das gilt im Kern sowohl für mich als auch für die Kinder und ihre Eltern):

Man muss los lassen können um Neues entstehen zu lassen - das ist in dieser Woche geschehen.

Martin Löscher, Musiker und Sounddesigner, Berlin (www.properton.de)

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© 2009 - Innocence in danger