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Der Pfadfinder

Der Erste Kontakt zu „Innocence in Danger“ entstand durch Karl Anton Koenigs - einen der Kreativen - der an der Kunstwoche in Hoppenrade beteiligt war. In vielen Erzählungen von ihm, habe ich damals von „Innocence in Danger“ und der Kunstwoche erfahren. Ich dachte nur: „Was macht man eine Woche lang auf der Kunstwoche, mit einer Gruppe in der sich niemand kennt, mitten im nichts.“

Für mich war die Kunstwoche 2009 auf der Burg Hohenzollern ein Erlebnis, an das ich mich noch lange, mit Freude erinnern werde. Für die teilnehmenden Kinder wird es sicherlich unvergesslich bleiben.

Eine Woche in der die Kinder im Mittelpunkt standen. Die Mütter und die Kinder konnten ihrem kreativen Geschick freien Lauf lassen. Sie wurden durch Künstler betreut, hatten Gelegenheit ein Hörspiel aufzunehmen, Bilder zu malen oder auch zu fotografieren.

Für den Freizeitausgleich standen eine Schnitzeljagd, eine Besichtigung in einem Schieferbruch in dem man selbst Versteinerungen aus dem Schiefer schlagen durfte, Eis essen, ein Schwimmbad Besuch und natürlich eine Besichtigung der Burg und der Kasematten auf dem Plan.

Die Unterbringung auf der Burg war märchenhaft und für alle ein ganz besonderes Erlebnis. Trotz des straffen Programms war immer Zeit, mit den Kinder zu sprechen und Fragen zu beantworten.

Ich glaube, das Geheimnis dieser -fast schon magischen- Woche lag darin, dass die Künstler und Helfer eben nicht klassische Sozialtherapeuten sind, sondern Menschen die in ihrem Alltag mit anderen Aufgaben fest eingebunden sind. So wurden die Betreuer zu Vertrauten und der Abschied fiel am Ende schwer. Es sind Tränen geflossen und Freundschaften entstanden.

Ich möchte hiermit allen herzlich für diese wunderbare und liebevolle Woche danken.

Maximilian Knoll, Student & Pfadfinder, Innocence Crew

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Die Heitere

Eine Woche der persönlichen Grenzen und Möglichkeiten, besonders der schöpferischen und menschlichen Möglichkeiten. Zu sehen wie jedem Einzelnen in dieser Woche Flügel gewachsen sind und wie jeder auf seine ihm eigene Art angefangen hat, diese auch zu nutzen, hat mich tief im Herzen berührt.

Überhaupt ist diese Kunstwoche eine Herzensangelegenheit geworden. Getragen durch intensive Momente der menschlichen Begegnung, aber auch durch sehr viel Heiterkeit und Freude.

So sind am Ende auch mir Flügel gewachsen, die ich gerne benutze um von Zeit zu Zeit in Gedanken an diesen Ort der Begegnung zurück zu fliegen.

Ricarda Gollmann, Innocence Crew

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Der Student

An andere denken – das war für mich der entscheidende Aspekt der zu Ende gegangenen Kunstwoche. Als junger Mensch wird einem heute von allen Seiten der Eindruck vermittelt, dass man jede freie Minute nützen muss um an seinen Qualifikationen zu arbeiten. Der Wettbewerb dem wir uns spätestens ab den Eignungsprüfungen und Vorstellungsterminen für den Kindergarten stellen müssen, kennt die Fürsorgen für Andere nur als “social work” oder “civil service”. Dieses Dasein für Andere dient im Wettbewerb in letzter Konsequenz nur der Erhöhung der eigenen Kompetenz und natürlich einem besseren Lebenslauf.  

Aus diesen Gründen war ich immer misstrauisch wenn Anfragen an mich kamen mich zu engagieren. Wenn es einem auch scheint, dass man als 25 Jähriger genügend andere wichtige Dinge zu tun hat, war dieses Misstrauen natürlich immer auch eine Lüge mir selbst gegenüber; gar nichts zu tun konnte auch keine Lösung sein.

Die positive Kraft des Engagements konnte ich dann während der Kunstwoche miterleben. Ganz von den gerade beschriebenen, wichtigen Gedanken abgesehen, ist dann das eigentliche Engagement eine völlig andere Sache. Sich von Ihnen frei zu machen und eine Woche für jemanden anderen da zu sein, lässt die eigenen Aufgaben nicht verschwinden, relativiert sie aber.

Es hat mir viel Kraft gegeben zu merken, wie ich Kraft geben kann. Gerade die verschiedenen Arten dieser Kraft, jugendliche Naivität den Eltern gegenüber, “Altersweisheit” gegenüber den Kindern, waren für mich ein Spagat, der die Kunstwoche für mich außergewöhnlich gemacht hat. Als Außenstehender war es eine erfüllende Freude zu sehen wie man selber als Bindeglied daran arbeiten konnte dass beide, Eltern und Kinder, diese Woche als etwas Verbindendes erleben konnten.

Dass ich das selber erleben und weitergeben konnte danke ich allen Beteiligten sehr.

Max M., Innocence Crew

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