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Angewandte Methoden

  1. Wir werden uns auf die Erfahrungen von Jugendlichen stützen, die Opfer von Missbrauch im Internet (sog. Grooming) geworden sind. Hierzu werden Personen, denen die Jugendlichen vertrauen und die mit ihnen bereits im Rahmen eines Hilfsangebots arbeiten, Interviews mit den Jugendlichen durchführen. Die Interviews werden in mehreren europäischen Ländern stattfinden und anschließend systematisch ausgewertet. Dadurch werden wir Erkenntnisse darüber gewinnen, wie die Jugendlichen den Prozess erleben, der schließlich zur Missbrauchssituation führt.
  2. Wir werden außerdem Interviews mit Personen durchführen, die wegen Straftaten im Internet verurteilt wurden. Diese werden wiederum von vertrauten Personen durchgeführt. Dadurch werden wir zusätzliche Erkenntnisse über den Kontext gewinnen, in dem Jugendliche besonders dem Risiko von Missbrauchssituationen ausgesetzt sind.
  3. Abschließend wird eine Reihe von Interviews mit Jugendlichen, die als besonders gefährdet im Zusammenhang mit Missbrauch im Internet angesehen werden, in der Form von Gruppendiskussionen stattfinden. Diese sind: Jugendliche in Betreuungseinrichtungen, schwule, lesbische, bisexuelle oder transgender Jugendliche sowie junge Behinderte. In den Gruppendiskussionen sollen die Wahrnehmung der eigenen Gefährdung sowie Abwehrmöglichkeiten untersucht werden. Es soll insbesondere ermittelt werden, wie die Jugendlichen mit den Herausforderungen der modernen Technologie umgehen.
  4. Bevor wir mit den Interviews beginnen, werden wir systematisch Berichte und Forschungsarbeiten in verschiedenen europäischen Sprachen erfassen, die in Europa zum Thema Missbrauch an Kindern im Zusammenhang mit dem Internet veröffentlicht wurden. Diese werden dann in eine Datenbank einfließen und als Teil der von EGCC betriebenen Website www.childcentre.info öffentlich zugänglich sein.

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