N.I.N.A. war von Beginn an ein großes Anliegen von Innocence in Danger e.V. Denn diese Anlaufstelle gilt Erwachsenen, die sich besorgt fragen, ob ein Kind, das sie kennen, sexuell missbraucht werden könnte. Hier erfahren Sie Hilfe und werden bei Bedarf an kompetente Stellen in ihrer Heimat weitergeleitet.
Seit 2005 trägt die kontinuierliche Arbeit von N.I.N.A. Früchte. Insgesamt wurde die N.I.N.A. Nummer im Jahr 2009 von Hilfe suchenden Müttern, Vätern, und anderen Bezugspersonen von Mädchen und Jungen 5143-mal angewählt (vgl.: 4094 Anrufe in 2008 und 1384 Anrufe in 2007). Dazu gehören alle Beratungsgespräche, Informationsgespräche, sonstige angenommene Gespräche und nicht zustande gekommene Gespräche. Hinzu kommen 736 Anfragen per Mail, die in der Regel einer längeren Bearbeitung und einer gründlichen Recherche bedürfen.
Die enorme Zunahme der Anrufe im den vergangenen Jahr aufgrund der Öffentlichkeitskampagne in Kooperation mit Innocence in Danger und MOTOROLA mit dem Slogan „Bei uns hat das Engagement gegen Kindesmissbrauch einen festen Platz“, hat sich 2009 kontinuierlich stabilisiert. Seitdem wird auf jedem MOTOROLA-Handy die Nummer der N.I.N.A.-Infoline fest einprogrammiert und zunehmend mehr MOTOROLA Kunden werden auf diesem Wege auf unser Angebot aufmerksam.
Hier eine kleine Auswahl der Vielfalt der Beratungsthemen mit denen sich die Anfragenden an das N.I.N.A. Team wenden:
„Ein 12-jähriges Mädchen hat mir erzählt, dass sie von einem 14-jährigen Mitschüler zum Sex gezwungen wurde. Sie möchte auf gar keinen Fall, dass weitere Personen davon erfahren. Sie will auch nicht zur Polizei gehen. Wie kann ich mir nun sicher sein, dass wirklich etwas passiert ist und wie ist die rechtliche Lage in so einem Fall? Bin ich eigentlich verpflichtet, Außenstehende einzuweihen, auch wenn das Gespräch vertraulich war?“ (Sozialpädagogin einer Förderschule)
„Ein Jugendlicher aus unserem Treff bekam per Mail einen Link zu einer Website geschickt, auf der Nacktbilder einer Mitschülerin zu sehen sind. Der Ex-Freund des Mädchens hat die Bilder mit dem Handy aufgenommen und ins Internet gestellt. Unklar ist, ob das Mädchen davon weiß und ob es eine Möglichkeit gibt, die Bilder sperren zu lassen? Wo bekommen wir Materialien zu dem Thema, um Jugendliche und deren Eltern über die Gefahren im Internet zu informieren? Wie sollten wir mit dem Zugang zu den Computern im Treff umgehen? Noch stehen die PCs in einem separaten Raum, damit die Jugendlichen ungestört daran arbeiten können.“ (Mitarbeiter in einem Jugendtreff)
„Gibt es eigentlich ein Gesamtverzeichnis örtlicher Beratungsstellen, die zum Thema sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen arbeiten? Wir führen bundesweit Präventionsprojekte durch und werden bei Veranstaltungen immer wieder gefragt, wie man eine solche Beratungsstelle vor Ort finden kann.“ (Schauspieler einer theaterpädagogischen Institution)
„Auf dem PC meines Mannes habe ich unzählige kinderpornographische Bilder und Links zu kinderpornographischen Websites gefunden. Wir haben selbst zwei Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren. Was kann ich tun?“ (Eine Mutter)
(Quelle: N.I.N.A. Jahresbericht 2009. Der ausführliche Bericht ist unter www.nina-info.de zu sehen.)
Zusatzinformationen
Kontaktieren Sie uns
Innocence in Danger e.V.
Grolmanstrasse 59
50825 Köln
Telefon: +49 (0)221 58 98 786
Fax: +49 (0)221 59 55 154
E-Mail senden
Presse: Christine Bücken
Mail: presse(at)innocenceindanger.de
