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WIR FORDERN


Aktiv werden, bevor es zu spät ist

Die Bundeskanzlerin sieht die "digitale Welt" als die größte Herausforderung für die Schulen

  • Aufklärung, Prävention und Internetschulungen für Kinder, Eltern und Lehrer müssen in allen Schulen Bestandteil des Lehrplans und der Lehrerausbildung werden.
  • Personen, die sexuellen Missbrauch entdecken und zur Anzeige bringen, insbesondere Ärzte, Psychiater, Therapeuten und Berater, müssen rechtlich geschützt werden.
  • Polizeiliche oder gerichtliche Vernehmungen von Kindern dürfen nur in Anwesenheit eines Therapeuten, Rechtsanwalts oder eines speziell ausgebildeten Polizeibeamten durchgeführt werden.
  • Verbrechen an Kindern sind Verbrechen an der Menschheit (Artikel 34 der UN Kinderrechtskonvention): Sie müssen durch alle nationalen Parlamente als unverjährbar erklärt werden.
  • Missbrauchte Kinder müssen weltweit im Sinne eines Opferschutzgesetzes anerkannt werden.
  • Verurteilte Pädokriminelle müssen sich über einen festgelegten Zeitraum einer Psychotherapie unterziehen bzw. bei Wiederholungstaten in Sicherungsverwahrung genommen werden.
  • Angesichts der hohen Rate von Wiederholungstaten muss dringend darauf geachtet werden, dass verurteilten Pädokriminellen keine Arbeitsstelle mehr anvertraut wird, bei der sie direkt mit Kindern zu tun haben. Daher sollte die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses nicht nur für Institutionen der Jugendhilfe bei Einstellung von Personal verpflichtend sein.
  • Der Austausch von polizeilichen und juristischen Informationen, Fotos, Videos sowie Gen- und anderer Datenbanken muss international möglich und selbstverständlich werden.
  • Ein internationales Forum zum Schutz der Kinder muss geschaffen werden, um Druck auf Regierungen, internationale Organisationen und pädokriminelle Ringe auszuüben.
  • Die internationale Zusammenarbeit zur Aufdeckung und Zerschlagung pädokrimineller Netzwerke muss verbessert werden – durch eine Harmonisierung von Verbrechensbekämpfungs- und Bestrafungsmaßnahmen sowie eine Verschärfung und Harmonisierung von Gesetzen und Sanktionen.
  • Internetdienstanbieter (Provider und Webhoster) müssen Zugangs- und Zugriffsdaten ihrer Kunden länger speichern, damit Strafverfolgern mehr Zeit für ihre Ermittlungen bleibt. Außerdem müssen Webhoster, die Internetauftritte mit pädokriminellen Inhalten auf ihren Servern wissentlich dulden, zur Verantwortung gezogen werden.
  • Die Datenlage zu den Themen muss mit wissenschaftlichen Mitteln verbessert werden.
  • Der „Digitale Kinderschutz“ muss den Sprung vom Polaroid- ins Digital-Zeitalter vollziehen, um Kinder gegen die vielfältigen Missbrauchsgefahren im Netz zu schützen.
  • Anbieter müssen gesetzlich verpflichtet werden, Angebote für Kinder den Standards des Kinderschutzes zu unterwerfen. Dazu gehört zum Beispiel die Verpflichtung zu einer Altersverifikation und die Verpflichtung Chats, Onlinespiele oder soziale Netzwerke für Kinder/Jugendliche nur moderiert anzubieten.

 

Die Kanzlerin hat Recht. Das Internet ist ein neues Land. Und es braucht klare Regeln und Gesetze. Sonst wird das schöne neue Land schnell nur zu einem sicheren Hafen für Kriminelle.

Wie kann wirkungsvoller Kinderschutz im Netz aussehen?