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PROJEKTE


Smart User in der stationären Jugendhilfe

Prävention für Jugendliche und Fachkräfte in stationären Einrichtungen

 

Den ausführlichen Bericht der wissenschaftlichen Begleitung finden Sie zum Herunterladen hier.

Fachtagung „Smart User“ in der stationären Jugendhilfe

Sexting, Grooming, Cybermobbing – was tun? Ergebnisse und Folgerungen aus einem Modellprojekt

 

18. April 2016, im Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB)

 

Digitale Medien haben das Phänomen Gewalt, vor allem das sexualisierter Gewalt, fundamental verändert. Sie stellen betroffene Kinder und Jugendliche genauso vor neue Herausforderungen wie die, die ihnen helfen wollen. Mit dem Modellprojekt haben wir uns gemeinsam mit 5 Einrichtungen diesen Herausforderungen gestellt.

 

Das Projekt wurde von Frau Prof. Dr. phil. habil. Silke B. Gahleitner und ihrem Team der Donau-Universität Krems wissenschaftlich begleitet.

 

Auf dem Fachtag stellte Frau Prof. Dr. Silke B. Gahleitner gemeinsam mit M.A. Heidi Hinterwallner die Ergebnisse vor.

 

Fachkräfte aus der stationären Jugendhilfe und Jugendliche schilderten und diskutierten ihre Erfahrungen. In Workshops gewannen die Teilnehmer/-innen Ideen für die Praxis.

 

Für das Programm bitte den Link anklicken.

Smart User in der stationären Jugendhilfe – ein Modellprojekt

Das Modellprojekt wurde 2014/2015 in fünf Einrichtungen der stationären Jugendhilfe in Berlin bzw. NRW/Saarland durchgeführt

 

Aufgabe:

 

Die Kinder und Jugendlichen, die in stationären Jugendhilfeeinrichtungen leben, gehören auf Grund ihrer Vorgeschichte zu einer besonderen Risikogruppe der von sexualisierter Gewalt mittels digitaler Medien betroffenen Mädchen und Jungen (siehe ROBERT). Gleichzeitig haben sie in ihren Einrichtungen oftmals wenig Möglichkeiten der Teilhabe an Digitaler bzw. Online Bildung und sind dadurch extrem benachteiligt. Medienpädagogik und hier besonders die Information über Gefahren und einen risikolosen Umgang gehören in aller Regel nicht zum Alltag in stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen.

 

Das führt dazu, dass die Jugendlichen sich an anderen Orten Zugänge zu Internet und sozialen Netzwerken verschaffen. Aufgrund ihrer Lebensgeschichte/ Lebenssituation, ihrer daraus resultierenden emotionalen Bedürftigkeit und der entwicklungsbedingten Neugier sind sie nahezu prädestiniert in risikoreiche Situationen verwickelt zu werden.

 

Dabei erhalten sie häufig zu wenig Begleitung und Unterstützung bei ihren Fragen oder im Umgang mit sie verstörenden Situationen durch die Mitarbeiter der Einrichtungen.

 

Lösungsansätze:

 

Genau dieser Situation möchte das „Smart User in der stationären Jugendhilfe“ Projekt Abhilfe schaffen, indem sowohl die in den Gruppen tätigen Pädagoginnen und Pädagogen als auch die dort lebenden Kinder und Jugendlichen mit den notwendigen Geräten ausgestattet und gleichzeitig im Umgang mit den digitalen Medien geschult werden.

 

„Smart User“ steht für eine kluge, informierte, clevere und sichere Nutzung des Internets und bietet an:

 

  1. Fortbildung für die Fachkräfte der stationären Einrichtung über risikoreiche Situationen im Netz
  2. Vertiefende Fortbildung für einen Teil der Fachkräfte zu „Smart User Lotsen“ also Ansprechpartnern innerhalb der Einrichtung für Kinder und Jugendliche in Fragen der digitalen Medien und sozialen Netzwerke
  3. Modellhafte Projektdurchführung mit Jugendlichen (und begleitenden Fachkräften) der jeweiligen Gruppe
  4. Kreativwochenenden mit Jugendlichen und Fachkräften
  5. Zur Verfügung Stellung des permanent erweiterten und aktualisierten Hintergrundmaterials
  6. Verbreitung der Ergebnisse für andere Einrichtungen auf einer Fachtagung